VHV INFORMIERT ZU CORONA

Auch in der Krise bleiben wir Ihr verlässlicher Partner für Versicherungslösungen und Schadenregulierung

Die Bundes- und Landesregierungen haben eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen erlassen, die die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID19-Pandemie lindern sollen. Hierzu gehört unter anderem das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht, das Sie hier finden.

Die gesetzlichen Auswirkungen auf Versicherungsverträge haben wir Ihnen im Folgenden zusammengestellt.

Beitrag / sog. Leistungsverweigerungsrecht

Beitrag / sog. Leistungsverweigerungsrecht

Wenn Sie von der COVID19-Pandemie wirtschaftlich betroffen sind, gibt das Gesetz ihnen derzeit die Möglichkeit, die Zahlung von Versicherungsprämien bis zum 30. Juni 2020 aufzuschieben.

Dies gilt derzeit für alle Pflichtversicherungen, die Sie hier finden. Berechtigt sind:

  • Verbraucher, wenn die Zahlung der Prämie ohne Gefährdung des eigenen angemessenen Lebensunterhalts oder das seiner unterhaltsberechtigten Angehörigen nicht leistbar ist, sowie
  • Kleinstunternehmen (Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten und einem Jahresumsatz bis 2 Mio. EUR), wenn die Zahlung der Prämie nicht erbringbar oder ohne Gefährdung der wirtschaftlichen Grundlagen des Erwerbsbetriebs nicht möglich ist.

Vertrag

Vertrag

Der Bestand des Vertrages wird durch die aufgeschobene Zahlung nicht beeinträchtigt.

Kündigung

Kündigung

Machen Sie von Ihrem Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch, kommen Sie mit Ihrer Verpflichtung zur Prämienzahlung bis zum 30. Juni 2020 nicht in Verzug. Der Vertrag kann nicht gekündigt werden.

Wir haben als Versicherer aber das Recht, die ausstehenden Prämien bereits vor dem 30. Juni 2020 anzumahnen und eine Kündigung für den Fall anzudrohen, dass diese nicht unverzüglich nach Ende der Frist gezahlt werden würde. Einzelfallregelungen in Sonderfällen wollen wir bedarfsweise gern partnerschaftlich mit Ihnen vereinbaren.

Ver­si­che­rung­sleistung

Ver­si­che­rung­sleistung

Selbstverständlich regulieren wir auch bei aufgeschobener Prämienzahlung wie gewohnt kompetent.

Trotz allem sind natürlich die üblichen Obliegenheiten aus dem Versicherungsvertrag einzuhalten.  Beispielsweise sind bei Betriebsschließungsversicherungen Schadenminderungsobliegenheiten zu beachten, wenn öffentlich-rechtliche Erstattungsansprüche bestehen. Auch die Obliegenheit zur rechtzeitigen Stellung von Insolvenzanträgen wird nicht beeinträchtigt; allerdings ist diese mit diesem Gesetz derzeit bis zum 30. September 2020 ausgesetzt.

Wir stehen auch in diesen Zeiten klar an Ihrer Seite. Unser Ziel ist es, dass die wirtschaftlichen Folgen für Sie überschaubar bleiben.

Wir haben Ihnen ein Leistungsversprechen gegeben, das wir einlösen. Wir werden verlässlich regulieren, wie Sie es von uns kennen und gewohnt sind. Darüber hinaus prüfen wir gern einzelfallbezogen, wie wir unabhängig vom konkreten Versicherungsschutz unterstützen können. Diese Zusage gilt für Pflichtversicherungsverträge und auch für Nicht-Pflichtversicherungsverträge.

Bei Bedarf wenden Sie sich bitte telefonisch oder per Email an die Ihnen bekannten Ansprechpartner.

Zu der aktuellen Berichterstattung hinsichtlich des Umgangs der Kfz-Versicherer mit möglicherweise pandemiebedingten rückläufigen Schäden, bitten wir um Verständnis, dass wir dazu zum jetzigen Zeitpunkt keine pauschalen Aussagen machen. Wir haben es aktuell mit einer sehr dynamischen Entwicklung zu tun, deren weiterer Verlauf heute noch nicht seriös vollumfänglich abschätzbar ist. Selbstverständlich werden wir zum Jahresende prüfen, welche pandemiebedingten Auswirkungen sich auf die Kfz-Versicherung ergeben und inwieweit wir Sie an einer möglichen positiven Entwicklung angemessen beteiligen können.

Die COVID19-Pandemie ist für uns alle eine ungeahnte wirtschaftliche Herausforderung. Bundes- und Landesregierungen haben nun Hilfsfonds aufgelegt, um in Not geratenen Unternehmen Soforthilfen zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen gewähren zu können. Bund, Länder und Kommunen unterstützen auf verschiedenste Art und Weise, die wichtigen Links und Informationen finden Sie im Folgenden.

Informationen des BMWi

Das Bundesministerium für Wirtschaft hat die wichtigsten Inhalte zu der Frage „Wer kann wo einen Antrag stellen?“ zusammengefasst dargestellt. Diese finden Sie unter diesem Link des BMWi. Weitere, detaillierte Informationen erhalten Sie zudem von Ihren Landesverbänden der Bauwirtschaft, den Partnern Ihres Spezialversicherers VHV.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigte

Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen einschließlich Landwirte mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), die wirtschaftlich am Markt als Unternehmen tätig sind. Sie müssen ihre Tätigkeit von einer inländischen Betriebsstätte oder einem inländischen Sitz der Geschäftsführung aus ausführen und bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sein.

Umfang der Soforthilfe

Umfang der Soforthilfe

Die Soforthilfe dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Unternehmen und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Krise. Unternehmen bzw. Selbständige aus allen Wirtschaftsbereichen mit bis zu 5 Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate beantragen, Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, ebenfalls für drei Monate.

Nachweis des Liquiditätsengpasses durch Corona-Krise

Nachweis des Liquiditätsengpasses durch Corona-Krise

Sie als Antragsteller müssen versichern, dass Sie durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Sie dürfen sich nicht bereits am 31.12.2019 in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben.

Auszahlung über die Länder

Auszahlung über die Länder

Länder haben die Umsetzung und Auszahlung der Hilfen übernommen.

Unbürokratisches Antragsverfahren

Unbürokratisches Antragsverfahren

Das Soforthilfe-Programm verzichtet bewusst auf ein bürokratisches Antragsverfahren, um eine rasche und unbürokratische Auszahlung zu gewährleisten. Die Angaben zum Antrag müssen aber richtig sein - Falschangaben können den Tatbestand des Subventionsbetrugs erfüllen und zu entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen führen. Anträge können bei den zuständigen Ansprechpartnern in den Ländern in Kürze elektronisch gestellt werden.

Antrags- und Auszahlungsfrist

Antrags- und Auszahlungsfrist

Anträge sind bis spätestens 31.05.2020 bei der zuständigen Landesbehörde zu stellen.

Kumulierung mit anderen Beihilfen und steuerliche Relevanz

Kumulierung mit anderen Beihilfen und steuerliche Relevanz

Eine Kumulierung mit anderen Hilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist grundsätzlich möglich. Eine Überkompensation ist aber zurückzuzahlen. Damit der Zuschuss jetzt, wenn es wichtig ist, in vollem Umfang den Unternehmen zu Gute kommt, wird er bei den Steuervorauszahlungen für 2020 nicht berücksichtigt. Zwar ist der Zuschuss grundsätzlich steuerpflichtig, aber das wirkt sich erst dann aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht werden muss, also frühestens im nächsten Jahr. Nur wenn im Jahr 2020 ein positiver Gewinn erwirtschaftet wurde, wird dann auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.

Informationen zu Ansprechpartnern

Informationen zu Ansprechpartnern

Eine umfangreiche Übersicht über die zuständigen Stellen haben sowohl der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK als auch das Bundesministerium für Finanzen BMF veröffentlicht.

Kurzarbeit

Kurzarbeit

Kurzarbeitergeld für Ihre Mitarbeiter können Sie beantragen bei den für Sie zuständigen Arbeitsämtern. Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Gewerbliche Mieter

Gewerbliche Mieter

Auch für gewerbliche Mieter gilt eine Erleichterung, ihnen darf zunächst trotz fehlender Mietzahlung nicht gekündigt werden. Dies ist geregelt im Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht , Informationen dazu erhalten Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz.

Weitere Fördermöglichkeiten

Weitere Fördermöglichkeiten

Wir haben für Sie eine Auswahl an weiteren Erleichterungen und Fördermöglichkeiten zusammengestellt.

  • Entschädigungen für Selbständige bei Quarantäne wegen eigener Erkrankung werden über die in diesem Schreiben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KBV genannten Stellen beantragt.
  • Steuerliche Hilfen wie z.B. Steuerstunden für Unternehmen und Beschäftigte erläutert das BMF hier.
  • Eine Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen kann über die jeweiligen Krankenkassen beantragt werden. Die Vorgaben sind bei der IHK München beschrieben, Sie finden sie zudem bei den zuständigen Krankenkassen.

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